Wikipedia-Präsenz für GEO Agenturen: Autorität aufbauen

Wikipedia-Präsenz für GEO Agenturen: Autorität aufbauen

Wikipedia-Präsenz für GEO Agenturen: Der Schlüssel zur digitalen Autorität

Sie haben eine erfolgreiche GEO Agentur aufgebaut, betreuen namhafte Kunden und Ihre lokalen SEO-Strategien zeigen Wirkung. Doch wenn potenzielle Entscheider nach Ihrer Agentur suchen, fehlt ein entscheidendes Puzzleteil der Glaubwürdigkeit: die Anerkennung durch eine neutrale, allgemein respektierte Instanz. Eine strategische Wikipedia-Präsenz kann diese Lücke schließen und Ihre Autorität in der Region nachhaltig festigen.

Für Marketing-Verantwortliche und Entscheider ist Wikipedia oft mehr als nur eine Enzyklopädie; es ist das erste und wichtigste Fact-Checking-Tool. Ein Eintrag dort signalisiert nicht nur Relevanz, sondern etabliert Ihr Unternehmen als festen Bestandteil der regionalen Wirtschaftslandschaft. Dieser Artikel erklärt nicht nur das „Was“ und „Wie“, sondern zeigt konkret auf, wie Sie dieses mächtige Instrument für Ihre GEO Agentur nutzbar machen können.

Wir werden die Funktionsweise einer Wikipedia-Präsenz entschlüsseln, die kritischen Erfolgsfaktoren analysieren und Ihnen einen praxisnahen Fahrplan an die Hand geben. Von der Relevanzprüfung über die Erstellung bis hin zur langfristigen Pflege – verstehen Sie, warum dieses Asset für Ihre Reputation unverzichtbar ist und wann der richtige Zeitpunkt für den Start ist.

Die Macht der Wikipedia: Mehr als nur eine Enzyklopädie

Wikipedia ist mit Abstand die größte und meistgenutzte Wissenssammlung der Welt. Für Unternehmen, insbesondere für Dienstleister wie GEO Agenturen, die auf Vertrauen und Expertise angewiesen sind, hat sie eine einzigartige Funktion. Sie dient als externer Validator. Während Ihre eigene Website notwendigerweise von Eigeninteresse geprägt ist, stellt ein Wikipedia-Eintrag eine von der Community geprüfte, neutrale Bestätigung Ihrer Bedeutung dar.

Wikipedia als digitales Gütesiegel

Ein Eintrag auf Wikipedia fungiert als digitales Gütesiegel. Laut einer Studie des Pew Research Centers (2022) vertrauen über 70% der Internetnutzer mit höherer Bildung den Informationen auf Wikipedia. Für eine GEO Agentur bedeutet das: Potenzielle Kunden, die oft komplexe und langfristige Dienstleistungen wie strategische Partnerschaften oder umfassende Lokal-Marketing-Kampagnen suchen, konsultieren häufig Wikipedia, um die Seriosität eines Anbieters einzuschätzen. Die Präsenz dort beantwortet implizit die Frage: „Ist diese Agentur relevant und etabliert genug, um hier aufgeführt zu sein?“

Der Einfluss auf die Suchergebnisse

Die algorithmische Autorität von Wikipedia ist enorm. Google und andere Suchmaschinen werten Wikipedia-Einträge als hochautoritative Quellen. Infolgedessen rankt ein Wikipedia-Artikel zu Ihrer Agentur oder zu einem mit Ihnen verknüpften Thema nahezu immer auf der ersten Seite der Suchergebnisse (SERP). Dies verdrängt potenziell negative oder weniger kontrollierte Inhalte und gibt Ihnen die Kontrolle über den ersten Eindruck im digitalen Raum zurück. Es ist ein entscheidender Baustein im Reputationsmanagement.

Eine Wikipedia-Präsenz ist keine Werbefläche, sondern eine von der Community verliehene Auszeichnung für nachweisbare Relevanz. Sie dokumentiert, statt zu bewerben.

Was ist eine Wikipedia-Präsenz für eine GEO Agentur?

Konkret bedeutet eine Wikipedia-Präsenz für eine GEO Agentur die sachliche, belegbare und den strengen Richtlinien der Online-Enzyklopädie entsprechende Darstellung des Unternehmens, seiner Geschichte, seiner besonderen Leistungen oder seiner führenden Persönlichkeiten. Der Fokus liegt dabei stets auf der enzyklopädischen Relevanz – also darauf, warum die Agentur aus neutraler Sicht für die Allgemeinheit von Interesse ist.

Über das Unternehmen hinaus denken

Für viele kleinere oder mittelständische GEO Agenturen ist die Hürde für einen eigenen Unternehmensartikel hoch. Die kreative Lösung liegt im thematischen Ansatz. Vielleicht hat Ihre Agentur eine spezielle Methode der geodatenbasierten Marktanalyse entwickelt, die in Fachkreisen Beachtung fand. Ein Artikel über diese Methodik, in dem Ihre Agentur als maßgeblicher Entwickler genannt wird, kann eine sinnvolle Alternative sein. Ein anderes Beispiel: Der Gründer Ihrer Agentur hat einen bedeutenden Beitrag zur Digitalisierung des lokalen Handels geleistet und ist durch Publikationen oder Vorträge bekannt.

Der Unterschied zur Unternehmenswebsite

Der Ton auf Wikipedia ist grundlegend anders. Während Ihre Website überzeugt und zum Handeln auffordert, informiert Wikipedia neutral. Stellen Sie sich den Unterschied zwischen einer firmeneigenen Broschüre und einem Lexikoneintrag vor. Die Sprache ist sachlich, faktenbasiert und frei von werblichen Superlativen. Jede Aussage muss durch eine zuverlässige, unabhängige Quelle (wie Medienberichte, Fachpublikationen oder amtliche Dokumente) belegt werden können. Diese Neutralität ist es gerade, die der Präsenz ihre Glaubwürdigkeit verleiht.

Die Funktionsweise: So entsteht ein Wikipedia-Artikel

Der Weg zu einem erfolgreichen Wikipedia-Eintrag ist ein strukturierter Prozess, der Geduld und Sorgfalt erfordert. Er folgt keinen bezahlten Placement-Modellen, sondern den demokratischen Regeln einer globalen Community.

Schritt 1: Die kritische Relevanzprüfung

Bevor auch nur ein Wort geschrieben wird, steht die Relevanzprüfung an oberster Stelle. Wikipedia verlangt „notability“. Für ein Unternehmen bedeutet das typischerweise: Signifikante Berichterstattung in renommierten, unabhängigen Medien (mehr als nur eine Pressemitteilung), die Erwähnung in Fachliteratur, die Gewinnung bedeutender branchenprägender Auszeichnungen oder eine nachweislich transformative Rolle in der Branche oder Region. Ein guter Indikator ist die Frage: Würde jemand einen Enzyklopädieeintrag über dieses Unternehmen verfassen, wenn es keine Wikipedia gäbe? Sammeln Sie alle potenziellen Quellen, bevor Sie beginnen.

Schritt 2: Recherche und Quellensammlung

Dies ist die fundierteste Phase. Sie benötigen verlässliche, sekundäre Quellen, die Ihre Relevanz belegen. Ideal sind Artikel in überregionalen Wirtschaftsmagazinen, Beiträge in Fachzeitschriften für Marketing oder Regionalwirtschaft, die Erwähnung in Studien oder die Auszeichnung durch unabhängige Institutionen. Pressemitteilungen, Firmenblogs oder Werbematerial sind als Quellen unzulässig. Die Quellen müssen die zentralen Aussagen des geplanten Artikels – Gründung, Meilensteine, Besonderheiten der Dienstleistung – unabhängig bestätigen.

Schritt 3: Erstellung im Entwurfsmodus

Die eigentliche Erstellung des Artikels erfolgt nicht direkt im öffentlichen Bereich, sondern zunächst im „Entwurfsnamensraum“ (Draft-Namespace) oder auf einem persönlichen Übungsplatz (Sandbox). Hier wird der Text in enzyklopädischem Stil verfasst: sachlich, ausgewogen und vollständig belegt mit Einzelnachweisen. Die Struktur folgt typischen Wikipedia-Konventionen: Einleitung mit Kurzinfo, Abschnitte zu Geschichte, Leistungen/Schwerpunkten, eventuell Auszeichnungen und Quellen. Wichtig ist, auch kontroverse oder weniger ruhmreiche Aspekte (falls vorhanden) angemessen zu erwähnen, um Neutralität zu wahren.

Phase Aufgabe Kritische Erfolgsfaktoren
Relevanzprüfung Sammlung und Bewertung unabhängiger Medienberichte und Quellen. Qualität über Quantität der Quellen. Überregionale oder Fachpublikationen zählen mehr.
Entwurfs-Erstellung Neutrale, belegbare Texterstellung im enzyklopädischen Stil. Absolute Vermeidung von Werbesprache. Vollständige Offenlegung aller Quellen.
Community-Prüfung Einreichung des Entwurfs zur Begutachtung durch erfahrene Wikipedia-Autoren. Konstruktiver Umgang mit Feedback und Kritik. Bereitschaft zur Überarbeitung.
Langfristige Pflege Regelmäßige Aktualisierung und Sicherstellung der Neutralität. Proaktive Beobachtung von Änderungen. Nachführung bei wichtigen Unternehmensentwicklungen.

Warum ist diese Präsenz für Ihre Autorität unverzichtbar?

In einem wettbewerbsintensiven Umfeld wie dem GEO Marketing geht es nicht mehr nur um Sichtbarkeit, sondern um vertrauensbildende Autorität. Eine Wikipedia-Präsenz liefert genau das: einen extern verifizierten Vertrauensvorschuss.

Vertrauen durch externe Validierung

Jedes Unternehmen kann auf seiner Website von sich behaupten, „führend“ oder „experte“ zu sein. Ein Wikipedia-Eintrag hingegen ist eine Aussage Dritter – der Community. Diese Validierung ist für Entscheider, die oft hohe Budgets verantworten, von unschätzbarem Wert. Sie reduziert das wahrgenommene Risiko einer Zusammenarbeit. Es zeigt, dass Ihre Agentur über den Tellerrand der eigenen Kommunikation hinaus Bedeutung hat.

Strategische Positionierung in der Region

Für eine GEO Agentur ist die Verankerung in der Region zentral. Ein Wikipedia-Eintrag, der Ihre Rolle in der wirtschaftlichen Entwicklung Ihrer Stadt oder Region beschreibt, positioniert Sie als integralen Player. Sie werden nicht als externer Dienstleister, sondern als Teil des lokalen Ökosystems wahrgenommen. Dies ist besonders wertvoll, um langfristige Partnerschaften auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten zu festigen. Sie dokumentieren damit Ihren Beitrag zum lokalen Markt.

Die Kosten, keinen Wikipedia-Eintrag zu haben, sind unsichtbar, aber real: Es sind die verlorenen Chancen bei Ausschreibungen, die Zweifel potenzieller Premium-Kunden und die schwächere Verhandlungsposition gegenüber größeren Wettbewerbern.

Welche Arten von Wikipedia-Präsenzen kommen infrage?

Nicht jeder Weg führt zu einem eigenen Firmenartikel. Die Wahl der richtigen Art der Präsenz hängt von Ihrer individuellen Relevanzgeschichte ab.

Der Unternehmensartikel

Das klassische Ziel: Ein eigener Artikel mit dem Namen Ihrer Agentur. Dieser ist anspruchsvoll und erfordert eine Fülle unabhängiger Belege, die die besondere Bedeutung des Unternehmens bezeugen. Er eignet sich für etablierte Agenturen mit einer langen, medial gut dokumentierten Geschichte, bahnbrechenden Innovationen oder einer ungewöhnlichen, enzyklopädie-würdigen Geschäftsentwicklung.

Der Personenartikel

Oft ist der Weg über eine Schlüsselperson einfacher. Hat der Gründer, Geschäftsführer oder ein leitender Berater Ihrer Agentur eine bemerkenswerte Karriere, publiziert regelmäßig in Fachmedien, tritt als Speaker auf oder hat branchenweit beachtete Auszeichnungen erhalten? Ein Artikel über diese Person, der natürlich auch die Rolle bei Ihrer Agentur erwähnt, kann ein effektiver Türöffner sein. Die Relevanzkriterien für Personen sind oft klarer definiert.

Die thematische Erwähnung

Die vielleicht eleganteste Lösung ist die Erwähnung Ihrer Agentur in einem themenverwandten Artikel. Wenn Ihre Agentur beispielsweise Pionierarbeit im Bereich „Hyperlokales Social Media Marketing für den Einzelhandel“ geleistet hat, könnte sie in einem Wikipedia-Artikel zu diesem Thema als beispielhaftes Unternehmen oder als Quelle für weiterführende Literatur genannt werden. Dies erfordert, dass der übergeordnete Artikel existiert oder erstellt wird und dass Ihr Beitrag dazu nachweisbar und relevant ist.

Präsenz-Typ Vorteile Herausforderungen Geeignet für…
Unternehmensartikel Höchste Sichtbarkeit und Autorität. Direkte Ansprache. Sehr hohe Relevanzhürde. Intensive Prüfung. Sehr etablierte, medial stark präsente Agenturen mit langer Historie.
Personenartikel Relevanz oft leichter nachweisbar (Publikationen, Awards). Menschliche Geschichte. Persönliche Relevanz muss gegeben sein. Privatsphäre beachten. Agenturen mit prominenten, in der Branche bekannten Gründern oder Beratern.
Thematische Erwähnung Geringere Hürden. Positionierung als Experte in einem Nischenfeld. Indirekter Bezug. Abhängig vom Thema des Hauptartikels. Agenturen mit spezialisierter Expertise oder innovativen Methoden.

Der richtige Zeitpunkt: Wann sollten Sie starten?

Timing ist entscheidend. Zu frühes Handeln führt zur Ablehnung und verschwendet Ressourcen. Zu langes Warten bedeutet, Potenzial zu verschenken.

Die Signale für Startbereitschaft

Starten Sie den Prozess, wenn Sie konkrete, unabhängige Belege für Ihre Relevanz in der Hand halten. Ein Schlüsselsignal ist die Veröffentlichung eines umfassenden Berichts über Ihr Unternehmen in einem Medium wie der „WirtschaftsWoche“, dem „Handelsblatt“ oder einem renommierten Fachmagazin für Marketing oder IT. Ein weiteres Signal ist die Gewinnung eines für Ihre Region oder Branche symbolträchtigen Kunden, über den ebenfalls berichtet wurde. Auch die Verleihung eines bedeutenden Preises (z.B. „German Brand Award“, „German Design Award“ in relevanten Kategorien) kann den Ausschlag geben.

Die strategische Vorbereitungsphase

Der eigentliche Schreibprozess ist nur die Spitze des Eisbergs. Die Vorbereitung beginnt viel früher. Bauen Sie systematisch Ihre „Relevanz-Bilanz“ auf: Streben Sie bewusst nach Medienberichten, die über Ihre Pressemitteilungen hinausgehen (z.B. Experteninterviews zu Branchentrends). Veröffentlichen Sie Whitepapers oder Studien und machen Sie diese Journalisten zugänglich. Engagieren Sie sich in Branchenverbänden in führender Rolle. All diese Aktivitäten schaffen die unabhängigen Belege, die Sie später für Wikipedia benötigen. Diese Phase kann Monate oder Jahre dauern – sie ist aber investierte Zeit in Ihr gesamtes Markenkapital.

Praktische Umsetzung: Von der Idee zum Live-Artikel

Gehen wir von der Theorie in die konkrete Praxis über. Angenommen, Ihre GEO Agentur hat die Relevanzkriterien erfüllt – wie sieht der Fahrplan aus?

Phase 1: Dokumentation und Quellen-Check

Legen Sie eine Datei mit allen relevanten Quellen an. Für jede behauptete Tatsache (Gründungsjahr, besondere Projekte, Auszeichnungen, Umsatzwachstum) benötigen Sie mindestens eine verlässliche, öffentlich zugängliche Quelle. Prüfen Sie jede Quelle auf Neutralität: Ein Artikel in einem bezahlten Sonderheft einer Zeitung zählt nicht. Ein kritischer Bericht in derselben Zeitung hingegen schon. Diese Phase ist mühsam, aber fundamental. Ohne solide Quellenbasis scheitert jedes Vorhaben.

Phase 2: Entwurfserstellung und Community-Kontakt

Verfassen Sie den Artikelentwurf strikt im neutralen Ton. Vermeiden Sie Adjektive wie „innovativ“, „führend“ oder „erfolgreich“. Beschreiben Sie einfach die Fakten: „Die Agentur X wurde 2014 gegründet und spezialisierte sich auf geomarketing-basierte Standortanalysen für den Einzelhandel. 2023 führte sie das Projekt Y durch, welches in der Fachpublikation Z erwähnt wurde.“ Nutzen Sie die Hilfeseiten und Mentoren-Programme von Wikipedia. Stellen Sie den Entwurf zur Prüfung ein und seien Sie offen für Feedback. Community-Mitglieder werden oft konkrete Verbesserungsvorschläge machen.

Phase 3: Langfristige Pflege und Aktualisierung

Sobald der Artikel live ist, ist die Arbeit nicht beendet, sondern ändert sich. Sie müssen den Artikel nun beobachten. Wikipedia-Artikel sind lebende Dokumente. Andere Nutzer können Änderungen vornehmen, die möglicherweise nicht korrekt oder neutral sind. Sie sollten in der Lage sein, solche Änderungen sachlich zu korrigieren. Wichtig ist auch die regelmäßige Aktualisierung: Ein neuer großer Kunde, ein umgesetztes Projekt wie die Implementierung eines neuen KI-gestützten Analysetools oder eine Auszeichnung im Jahr 2024 sollten zeitnah eingepflegt werden – stets mit entsprechender Quellenangabe. Ein veralteter Artikel wirkt unprofessionell.

Häufige Fallstricke und wie man sie umgeht

Die Wikipedia-Community hat eine geringe Toleranz für Verstöße gegen ihre Grundprinzipien. Diese Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden.

Fehler 1: Werbesprache und Eigenlob

Der häufigste und folgenschwerste Fehler ist die Verwendung der Sprache Ihrer Marketing-Broschüre. Sätze wie „Wir sind der führende Anbieter für…“ oder „unser revolutionärer Ansatz“ führen garantiert zur Löschung oder massiven Bearbeitung. Lösung: Stellen Sie sich vor, Sie schreiben einen Schulaufsatz über ein fremdes Unternehmen. Benutzen Sie einen distanzierten, sachlichen Ton. Beschreiben Sie, was getan wurde, nicht wie großartig es war.

Fehler 2: Interessenkonflikt verschleiern

Das Bearbeiten des Artikels über die eigene Firma ohne Offenlegung des Interessenkonflikts („paid editing“) ist ein schwerwiegender Verstoß und kann zu Sperrungen führen. Lösung: Seien Sie absolut transparent. Wenn Sie oder ein Mitarbeiter den Artikel bearbeiten, nutzen Sie die Funktion zur Offenlegung von Interessenkonflikten auf Ihrer Benutzerseite. Noch besser ist die Einbindung eines unabhängigen, erfahrenen Wikipedia-Autors, der die Fakten von Ihnen erhält, aber den Text redaktionell unabhängig verfasst.

Der Aufbau einer Wikipedia-Präsenz ist kein Marketing-Projekt mit schnellem ROI. Es ist eine Investition in die langfristige Reputations- und Autoritätsbildung Ihrer GEO Agentur.

Fazit: Wikipedia als strategisches Asset für Ihre GEO Agentur

Eine gut gemachte Wikipedia-Präsenz ist eines der wertvollsten digitalen Assets für eine GEO Agentur, die langfristig und nachhaltig wachsen will. Sie ist kein schneller Trick für mehr Leads, sondern die digitale Manifestation Ihrer etablierten Relevanz. Sie erfordert Vorbereitung, Geduld und ein Verständnis für die Regeln der Community. Der Aufwand ist beträchtlich, aber die Rendite – in Form von unangefochtener Autorität, gesteigertem Vertrauen und einer dominanten Position in den Suchergebnissen – ist es ebenso. Beginnen Sie heute damit, Ihre Relevanz-Bilanz aufzubauen, sammeln Sie Belege für Ihre Arbeit und prüfen Sie Ihre Möglichkeiten. In einer Welt, in der Informationen allgegenwärtig, Vertrauen aber knapp ist, setzt ein Wikipedia-Eintrag ein kraftvolles Signal.

Häufig gestellte Fragen

Was genau ist eine Wikipedia-Präsenz für eine GEO Agentur?

Eine Wikipedia-Präsenz für eine GEO Agentur bezeichnet die strategische Erstellung und Pflege eines oder mehrerer Wikipedia-Artikel über das Unternehmen, seine Dienstleistungen oder führende Köpfe. Es geht nicht um Werbung, sondern um eine neutrale, faktenbasierte Darstellung, die nach den strengen Richtlinien der Enzyklopädie erstellt wird. Ziel ist es, die Expertise und regionale Bedeutung der Agentur zu dokumentieren, was zu einer erhöhten Glaubwürdigkeit und Sichtbarkeit führt. Diese Präsenz dient als digitales Gütesiegel für Kunden und Partner.

Wie funktioniert der Aufbau einer solchen Präsenz auf Wikipedia?

Der Prozess beginnt mit einer gründlichen Relevanzprüfung: Erfüllt die GEO Agentur die strengen Aufnahmekriterien von Wikipedia, z.B. durch bedeutende Medienberichte oder branchenprägende Projekte? Anschließend werden neutrale, belegbare Informationen gesammelt und in der geforderten enzyklopädischen Sprache verfasst. Der Artikel wird im „Entwurfsnamensraum“ erstellt und von erfahrenen Community-Mitgliedern überprüft. Nach der Veröffentlichung ist eine langfristige Pflege entscheidend, um Aktualität und Neutralität zu wahren. Ein erfahrener Wikipedia-Autor oder -Berater kann diesen komplexen Prozess begleiten.

Warum ist eine Wikipedia-Präsenz für die Autorität einer GEO Agentur so wichtig?

Wikipedia rangiert bei nahezu jeder Suchanfrage zu einem Unternehmen oder Thema auf der ersten Seite der Suchergebnisse. Ein Eintrag signalisiert Seriosität und etabliert die Agentur als relevanten Akteur in ihrem geografischen und fachlichen Umfeld. Für potenzielle Kiente, die konkrete Lösungen suchen, ist ein Wikipedia-Eintrag ein starkes Vertrauenssignal, das oft vor der eigenen Website konsultiert wird. Es zeigt, dass die Agentur über die reine Werbung hinaus Bedeutung hat und ihr Wirken von Dritten dokumentiert wird. Diese Form der externen Validierung ist im Marketing kaum zu übertreffen.

Welche Arten von Wikipedia-Einträgen sind für GEO Agenturen sinnvoll?

Nicht jede Agentur qualifiziert sich für einen eigenen Unternehmensartikel. Alternativen können sein: Ein Artikel über eine innovative, von der Agentur entwickelte Marketing-Methodik (z.B. „Hyperlokale SEO-Strategie“). Einträge zu bedeutenden Persönlichkeiten der Agentur (Gründer, bekannte Berater), sofern diese durch eigene Publikationen oder Auszeichnungen relevanzstiftend sind. Oder die Erwähnung der Agentur in themenverwandten Artikeln, etwa zur Wirtschaftsgeschichte der Region oder zur Entwicklung des Digitalmarketings. Die beste Strategie hängt von der individuellen Relevanz der Agentur ab.

Wann sollte eine GEO Agentur mit dem Aufbau einer Wikipedia-Präsenz beginnen?

Der ideale Zeitpunkt ist erreicht, wenn die Agentur nachweisbare, enzyklopädische Relevanz vorweisen kann. Das ist typischerweise der Fall nach signifikanten Medienberichten in überregionalen Publikationen, der Gewinnung eines branchenweit beachteten Großkunden, der Auszeichnung mit einem renommierten Preis oder der Veröffentlichung eigener Studien mit öffentlicher Resonanz. Ein vorzeitiger Versuch, ohne diese Grundlage, führt fast immer zur Löschung des Artikels und schadet dem Ruf. Die strategische Vorbereitung – das Sammeln von Belegen und das Aufbauen von Reputation – kann jedoch sofort beginnen.

Welche Fehler sollte man bei einer Wikipedia-Präsenz unbedingt vermeiden?

Der größte Fehler ist offensichtliche Werbung. Jede übertreibende Sprache, direkte Kundenansprache oder das Ignorieren neutraler Perspektiven führt zur Ablehnung. Ebenso fatal ist das Anlegen eines Artikels über sich selbst ohne Offenlegung des Interessenkonflikts („paid editing“). Weitere Fehler sind unzureichende oder nicht neutrale Quellen, das Kopieren von Text von der Unternehmenswebsite (Urheberrechtsverletzung) und das Ignorieren von Community-Feedback. Langfristig schadet auch die fehlende Pflege: Ein veralteter oder „verwaister“ Artikel wirkt unprofessionell.

Kann man den Prozess auch als Agentur intern durchführen, oder braucht man Experten?

Theoretisch ja, praktisch ist es hochkomplex. Die Wikipedia-Community hat eigene Regeln, eine spezielle Kultur und einen formalisierten Prüfprozess. Ohne tiefes Verständnis riskiert man Zeitverschwendung und Ablehnung. Viele Agenturen engagieren daher spezialisierte Berater oder freie Wikipedia-Autoren, die den Prozess begleiten. Diese Experten kennen die Relevanzkriterien, die richtige Tonlage und können den Dialog mit der Community führen. Eine Mischform ist möglich: Die Agentur stellt die Fakten und Belege, ein Experte übernimmt die redaktionelle Erstellung und Einreichung.


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