LinkedIn Outreach für GEO Agentur B2B: Leads gewinnen

LinkedIn Outreach für GEO Agentur B2B: Leads gewinnen

LinkedIn Outreach für GEO Agentur B2B: Leads gewinnen

Sie investieren in Fachpersonal und moderne Technik, doch neue Projektanfragen bleiben unberechenbar? Passive Marketingkanäle allein reichen für nachhaltiges Wachstum einer GEO Agentur im B2B-Bereich oft nicht aus. Die Lösung liegt in einer proaktiven, systematischen Kontaktaufnahme zu genau den Entscheidern, die heute oder morgen Ihre Expertise benötigen.

LinkedIn hat sich vom digitalen Lebenslauf zum zentralen Netzwerk für professionellen Austausch entwickelt. Für GEO Agenturen bietet die Plattform eine einzigartige Chance, gezielt mit Bauleitern, Projektmanagern in der Infrastruktur, Geschäftsführern von Planungsbüros oder Verantwortlichen in Energieunternehmen in Kontakt zu treten. Dieses gezielte Vorgehen, LinkedIn Outreach, generiert nicht nur Leads, sondern baut wertvolle langfristige Beziehungen auf.

Dieser Artikel führt Sie durch einen kompletten, praxiserprobten Prozess – von der Identifikation Ihrer idealen Zielperson über die Formulierung unwiderstehlicher Nachrichten bis hin zur Messung des ROI. Sie erhalten konkrete Skripte, lernen den Umgang mit den richtigen Tools und vermeiden die häufigsten Fehler, die Ihr Outreach zum Scheitern bringen.

Warum klassische Akquise für GEO Agenturen an Grenzen stößt

Die Akquise-Landschaft hat sich fundamental verändert. Kalte Anrufe erreichen Entscheider selten, und generische E-Mails landen im Spam-Ordner. Gleichzeitig erwarten potenzielle Kunden im B2B-Bereich eine informierte, wertschätzende und auf ihre spezifische Situation zugeschnittene Ansprache. Laut einer Analyse von McKinsey (2023) finden über 70% des B2B-Kaufprozesses heute digital und oft sozial vernetzt statt, bevor ein Anbieter kontaktiert wird.

Für GEO Agenturen bedeutet dies: Ihr Name und Ihre Kompetenz müssen präsent sein, wenn ein Bedarf entsteht. Ein Entscheider, der mit der Planung eines neuen Logistikzentrums beauftragt wird, sucht online nach Referenzen, Fachartikeln und Kontakten. Wenn er dort auf Ihr Profil und Ihre vorangegangenen, wertvollen Beiträge stößt, sind Sie nicht mehr ein unbekannter Anbieter, sondern ein potenzieller Partner. Outreach ist die strategische Brücke zwischen Ihrer passiven Online-Präsenz und einem aktiven Verkaufsgespräch.

LinkedIn Outreach ist keine Massenkampagne. Es ist die gezielte, persönliche Initiierung einer professionellen Beziehung mit einem klar definierten Nutzen für beide Seiten.

Der Stillstand ist teuer. Warten Sie nur auf Anfragen, überlassen Sie das Feld Wettbewerbern, die bereits systematisch Netzwerke aufbauen. Jedes ungenutzte Quartal ohne Outreach-Aktivitäten kostet nicht nur potenzielle Umsätze, sondern auch wertvolles Marktwissen und die Chance, sich als Thought Leader zu positionieren.

Die Vorbereitung: Ihr LinkedIn-Profil als Fundament

Bevor Sie die erste Nachricht versenden, muss Ihr eigener digitaler Auftritt überzeugen. Ein unvollständiges oder generisches Profil untergräbt sofort Ihre Glaubwürdigkeit. Der erste Schritt jedes seriösen Entscheiders nach Erhalt Ihrer Kontaktaufnahme ist der Klick auf Ihr Profil.

Das Unternehmensprofil Ihrer GEO Agentur optimieren

Ihre Company Page ist Ihre digitale Firmenzentrale. Sie sollte nicht nur existieren, sondern einladen. Nutzen Sie das Banner-Bild für ein ansprechendes Visual Ihrer Dienstleistung – etwa eine hochwertige Visualisierung einer Vermessung oder Kartierung. Die „Über uns“-Beschreibung muss klar den Nutzen formulieren: Welche Probleme Ihrer Zielgruppe lösen Sie? Vermeiden Sie Fachjargon und konzentrieren Sie sich auf Ergebnisse. Regelmäßige Posts auf der Seite, etwa zu abgeschlossenen Projekten (mit Genehmigung), Fachbeiträgen oder Team-Einblicken, zeigen Aktivität und Expertise.

Das persönliche Profil der Entscheider und Ansprechpartner

Die persönlichen Profile Ihrer Geschäftsführung, Projektleiter und Business Developer sind entscheidend. Das Profilbild sollte professionell sein. Die Headline unter Ihrem Namen ist der wichtigste Werbetext – formulieren Sie sie kundenorientiert (z.B. „Unterstütze Bauunternehmen bei der präzisen digitalen Bestandsdokumentation“ statt „Geschäftsführer GEO Agentur Müller“). Der „Über mich“-Abschnitt erzählt Ihre Geschichte und verbindet fachliche Expertise mit der Leidenschaft für konkrete Kundenherausforderungen. Listen Sie Projekte und Fähigkeiten auf, die für Ihre Zielgruppe relevant sind.

Content-Strategie vor dem ersten Outreach

Outreach ohne sichtbare Expertise wirkt hohl. Beginnen Sie mindestens 4-6 Wochen vor der aktiven Kontaktaufnahme, regelmäßig wertvollen Content zu teilen. Das muss kein aufwendiger Blogartikel sein. Kommentieren Sie aktuelle Branchennews, teilen Sie eine Erkenntnis aus einem (datenschutzkonformen) Projekt oder stellen Sie eine offene Frage zu einer technischen Herausforderung. Dies macht Ihr Profil lebendig und bietet später einen natürlichen Anknüpfungspunkt für Ihre Nachricht („Ihr Kommentar zu Thema X hat mich zum Nachdenken gebracht…“).

Profil-Element Für GEO Agenturen optimiert Zu vermeiden
Headline „Vermessungsingenieur für präzise BIM-Daten im Hochbau“ „Senior Consultant bei Mustermann GmbH“
Über mich Erzählt von der Lösung für ein Kundenproblem, nennt Spezialisierungen (z.B. UAV-Vermessung). Auflistung aller Software-Zertifikate ohne Kontext.
Projekte Beschreibt Herausforderung, eigene Rolle und messbares Ergebnis für den Kunden. Nur Projektname und Zeitraum.
Aktivitäten Regelmäßige Kommentare in Fachgruppen, Teilen von Branchenstudien. Nur „XYZ hat das Profil von ABC angesehen“.

Zielgruppen-Definition und Recherche mit Sales Navigator

Der Erfolg Ihres Outreach steht und fällt mit der Qualität Ihrer Kontaktliste. Der Streuverlust muss minimiert werden. LinkedIn Sales Navigator ist hierfür das unverzichtbare Tool für B2B-Akquise, auch wenn die Grundversion von LinkedIn erste Suchfilter bietet.

Ihre Ideal Customer Profile (ICP) präzise definieren

Gehen Sie über vage Beschreibungen wie „Bauunternehmen“ hinaus. Definieren Sie: Welche Größe (Mitarbeiterzahl, Umsatz)? In welchen Regionen oder Ballungsräumen sind sie aktiv? Welche konkreten Abteilungen (Projektleitung, BIM-Management, Geschäftsführung) sind die Entscheider? Welche Trigger-Events deuten auf einen potenziellen Bedarf hin (Unternehmenswachstum, Standorterweiterung, Stellenausschreibungen für Bauleiter, Pressemeldungen über Projektzusage)? Je genauer Ihr ICP, desto relevanter können Sie ansprechen.

Effiziente Suche und Lead-Listenerstellung

Nutzen Sie die erweiterten Filter von Sales Navigator. Kombinieren Sie Titel, Branche (z.B. „Bau“, „Architektur- und Ingenieurbüros“), Standort, Unternehmensgröße und sogar Suchbegriffe im Profil (wie „BIM“, „Vermessung“, „Liegenschaftskataster“). Speichern Sie diese Suchen als „Lead-Vorlagen“, um regelmäßig neue passende Profile zu finden. Legen Sie Listen für verschiedene Segmente an (z.B. „Großbauunternehmen DACH“, „Mittelständische Planungsbüros Bayern“). So behalten Sie den Überblick und können gezielte Kampagnen fahren.

Die Vorab-Recherche vor der Kontaktaufnahme

Investieren Sie 3-5 Minuten pro Profil. Suchen Sie nach gemeinsamen Connections, die eine Einführung ermöglichen könnten. Lesen Sie die letzten 3-5 Beiträge oder Aktivitäten der Person. Finden Sie einen spezifischen Anknüpfungspunkt: einen Karrierewechsel, einen geteilten Artikel zu einem für Sie relevanten Thema, die Erwähnung eines konkreten Projekts auf der Unternehmenswebsite. Diese Information ist der Goldwert für Ihre Personalisierung und zeigt echtes Interesse.

Ein personalisierter Connection-Request hat eine bis zu 5-fach höhere Acceptance Rate als ein generischer. Die Recherche ist nicht optional, sie ist der Kern des Prozesses.

Der Outreach-Prozess: Von der Connection zum Gespräch

Ein erfolgreicher Outreach folgt einer strukturierten Sequenz, einem „Touchpoint-Pfad“, der den Kontakt Schritt für Schritt aufbaut. Eine einzelne Nachricht reicht selten aus, aber ein Bombardement schadet. Es geht um beharrliche Wertschätzung.

Die perfekte Connection-Request-Nachricht

Vermeiden Sie den standardmäßigen „I’d like to add you to my professional network“-Button. Klicken Sie stattdessen auf „Mehr“ und dann „Personalisierte Einladung verfassen“. Ihre Nachricht sollte kurz sein (max. 300 Zeichen), den gefundenen Anknüpfungspunkt erwähnen und einen leichten Wert oder eine Gemeinsamkeit bieten. Formulieren Sie keine direkte Bitte oder Verkaufsaussage. Beispiel: „Sehr geehrter Herr Schmidt, Ihr Artikel zur digitalen Baufortschrittsdokumentation spricht mir aus der Praxis als GEO Agentur sehr aus der Seele. Gerne vernetze ich mich mit Ihnen für den fachlichen Austausch.“

Die Follow-up-Sequenz nach der Verbindung

Nach Annahme der Verbindung sollten innerhalb von 1-3 Tagen die nächsten Schritte folgen. Ein guter Aufbau ist: 1. Danksagung und kurze Vorstellung mit Fokus auf den Nutzen für den Kontakt. 2. Teilen eines relevanten, wertvollen Inhalts (eigener Blogpost, branchenrelevante Studie). 3. Die konkrete, niedrigschwellige Anfrage für einen Austausch (z.B. 15-minütiges Gespräch zu einer spezifischen Herausforderung). Jede Nachricht sollte auf der vorherigen aufbauen und eine offene Frage enthalten.

Umgang mit InMail für Nicht-Verbundene

InMails sind kostbar (kostenpflichtig) und sollten für hochpriorisierte Leads reserviert werden. Der Aufbau ist ähnlich, muss aber noch überzeugender sein, da keine vorherige Verbindung besteht. Heben Sie sofort einen starken gemeinsamen Nenner hervor (z.B. gleiche Alumni-Organisation, Teilnahme am selben Kongress) oder beziehen Sie sich auf eine sehr aktuelle Unternehmensentwicklung. Der Wertversprechen muss in den ersten zwei Sätzen klar werden.

Schritt Zeitpunkt Ziel Beispiel-Inhalt (Ausschnitt)
1. Personalisierte Einladung Tag 1 Connection herstellen „Bezug auf geteilten Fachartikel + Gemeinsamkeit nennen.“
2. Dank & Wertbeitrag Tag 2-3 (nach Annahme) Vertrauen aufbauen „Danke für Vernetzung. Hier ein Leitfaden zu Thema X, der Sie interessieren könnte.“
3. Konkrete Anfrage Tag 7-10 Gesprächstermin vereinbaren „Basierend auf Ihrer Arbeit bei Projekt Y, hätten Sie Interesse an einem 15-minütigen Austausch zu Herausforderung Z?“
4. Letzter Versuch Tag 21 Finaler Impuls „Da ich nichts mehr gehört habe, möchte ich nicht aufdringlich sein. Stehe für Fragen zu Thema A weiterhin zur Verfügung.“

Copywriting für GEO Agenturen: Nachrichten, die antworten

Die Formulierung Ihrer Nachrichten entscheidet über Erfolg und Misserfolg. Entscheider im B2B-Bereich, insbesondere in technischen Branchen, schätzen Sachlichkeit, Präzision und Respekt vor ihrer Zeit.

Die Anatomie einer erfolgreichen Outreach-Nachricht

Eine gute Nachricht ist personalisiert, prägnant, wertorientiert und hat einen klaren Call-to-Action. Sie beginnt mit der Personalisierung (der „Hook“), führt dann zu einer gemeinsamen Basis oder einem anerkannten Problem, stellt Sie oder Ihre Agentur als potenziellen Problemlöser vor (Nutzen, nicht Features) und endet mit einer einfachen, spezifischen Frage oder Bitte. Vermeiden Sie Floskeln wie „Ich hoffe, es geht Ihnen gut“.

Personalisation Beyond {First_Name}

Echte Personalisierung geht über den Vornamen hinaus. Sie bezieht sich auf Inhalte des Profils („Ihre Erfahrung mit Projekt X in München ist beeindruckend“), Unternehmensneuigkeiten („Glückwunsch zur Erweiterung Ihres Standorts in Hamburg“) oder geteilte Inhalte („Ihr Post zu den neuen Vorgaben für das Liegenschaftskataster war sehr aufschlussreich“). Diese Referenz zeigt, dass Sie sich Zeit genommen haben, und schafft sofort Relevanz.

Vermeiden Sie diese tödlichen Fehler

Generische Massennachrichten, übertriebene Verkaufsrhetorik („revolutionäre Lösung“), zu lange Texte, das Verschicken von Marketing-Broschüren im ersten Kontakt oder das Ignorieren einer klaren „Nein“-Antwort schaden Ihrer Reputation nachhaltig. Ein weiterer Fehler ist die fehlende Abstimmung innerhalb Ihres Teams: Stellen Sie sicher, dass nicht zwei Kollegen denselben Kontakt parallel und unkoordiniert anschreiben.

Tools, Automatisierung und Skalierung

Manuelles Outreach für eine ganze Pipeline ist ineffizient. Die richtigen Tools helfen bei der Skalierung, ohne die Personalisierung zu opfern. Das Ziel ist nicht Vollautomatisierung, sondern die Effizienzsteigerung repetitiver Aufgaben.

Überblick über relevante Outreach-Tools

Neben LinkedIn Sales Navigator existieren Tools wie Dux-Soup für einfaches Profil-Viewing und -Tracking, oder komplexere Sales Engagement Platforms wie Outreach.io oder Salesloft. Für GEO Agenturen im Einstieg ist oft eine Kombination aus Sales Navigator (für Suche und Recherche) und einem einfachen CRM oder sogar einem gut strukturierten Spreadsheet für die Sequenzplanung der pragmatischste Weg. Vermeiden Sie Tools, die gegen die Nutzungsbedingungen von LinkedIn verstoßen und Risiken für Ihren Account bergen.

Einrichten von halb-automatisierten Sequenzen

Eine Sequenz ist eine vordefinierte Abfolge von Aktionen (Nachricht 1, Pause, Nachricht 2, etc.). In Tools lassen sich diese Sequenzen einrichten, wobei für jede Nachricht mehrere personalisierte Variablen (Name, Firma, spezifischer Anknüpfungspunkt) vorgesehen sind. Die eigentliche Personalisierung erfolgt manuell vor dem Start der Sequenz. Das Tool übernimmt dann das Timing und das Tracking von Öffnungs- und Antwortraten. So können Sie 50-100 Kontakte pro Monat pro Mitarbeiter managen, ohne den Überblick zu verlieren.

Integration in Ihr bestehendes CRM-System

Der größte Hebel liegt in der Verbindung Ihres Outreach mit Ihrem Customer Relationship Management System. Idealerweise fließen neue LinkedIn-Kontakte automatisch als Leads oder Kontakte in Ihr CRM (z.B. HubSpot, Pipedrive), und die Kommunikationshistorie wird synchronisiert. Dies stellt sicher, dass alle Team-Mitglieder den Status kennen und der Lead, unabhängig vom Kanal, weiterverfolgt wird. Laut einer Studie von Nucleus Research (2024) steigert die CRM-Integration die Produktivität von Vertriebsteams um durchschnittlich 34%.

Automatisierung dient der Skalierung der Prozesse, nicht der Beziehung. Die menschliche Note in der ersten Nachricht ist nicht automatisierbar.

Messung, Optimierung und Reporting

Was nicht gemessen wird, kann nicht verbessert werden. Definieren Sie von Beginn an klare KPIs, die über die reine Anzahl versendeter Nachrichten hinausgehen.

Die richtigen KPIs für B2B-Outreach

Verfolgen Sie auf Kampagnenebene: Connection Acceptance Rate, Antwortrate auf die erste Nachricht, Rate der positiven Antworten (Interessensbekundungen), Conversion Rate zum qualifizierten Gespräch (Discovery Call) und schließlich zur Auftragsgewinnung. Beobachten Sie auch qualitative Metriken: Welche Anknüpfungspunkte (Projektbezug, Karrierewechsel, geteilter Content) führen zu den höchsten Antwortraten? Welche Branchen oder Titelformen reagieren am besten?

A/B-Testing für Nachrichten und Sequenzen

Testen Sie systematisch verschiedene Ansätze. Erstellen Sie zwei Versionen einer Connection-Request-Nachricht (Version A mit Bezug auf Unternehmensnews, Version B mit Bezug auf persönlichen Karriereschritt) und senden Sie sie an je 50 vergleichbare Kontakte. Messen Sie, welche Version eine höhere Acceptance Rate erzielt. Testen Sie verschiedene Betreffzeilen für InMails, verschiedene Call-to-Actions („15-minütiger Austausch“ vs. „Kurzes Feedback zu einer Idee“) oder die Länge der Nachrichten.

Reporting für die Geschäftsführung

Erstellen Sie ein monatliches Dashboard, das den Geschäftserfolg darstellt. Zeigen Sie nicht nur Aktivitäten (X Nachrichten gesendet), sondern Ergebnisse: Y qualifizierte Gespräche generiert, davon Z in der Angebotsphase, resultierend in A neuen Projekten mit einem Volumen von B Euro. Dies rechtfertigt den Invest in Zeit und Tools und zeigt den konkreten Beitrag des Outreach zum Unternehmenswachstum. In Phasen, in denen klassische Auftraggeber zögern, kann ein solides Outreach-Programm, wie in Strategien für wirtschaftlich herausfordernde Zeiten beschrieben, die Pipeline stabilisieren.

Ethik, Datenschutz und langfristige Beziehungen

Outreach darf nicht zu Spam verkommen. Ein ethischer, datenschutzkonformer Ansatz schützt nicht nur Ihre Reputation, sondern ist auch langfristig erfolgreicher.

DSGVO-konformes Vorgehen auf LinkedIn

Das Versenden von Nachrichten über LinkedIn innerhalb der Plattform ist grundsätzlich mit deren Nutzungsbedingungen gedeckt. Problematisch wird es, wenn Sie erhobene Profildaten (E-Mail-Adressen, private Telefonnummern) außerhalb von LinkedIn ohne Einwilligung nutzen. Speichern Sie nur beruflich relevante Daten, die für die Anbahnung eines Geschäftskontakts notwendig sind, und informieren Sie in Ihrer Datenschutzerklärung über diese Verarbeitung. Bei Kontakten aus der EU gelten die strengen Vorgaben der DSGVO.

Vom Lead zum Partner: Nach dem ersten Gespräch

Ein erfolgreiches Outreach endet nicht mit dem ersten Gespräch. Pflegen Sie die neu geknüpften Beziehungen systematisch. Fügen Sie den Kontakt nach dem Gespräch in Ihren Newsletter für Fachinhalte ein (mit Einwilligung), laden Sie ihn zu relevanten Webinaren ein oder gratulieren Sie zum Firmenjubiläum. Das Ziel ist, auch bei Kontakten, die aktuell kein Projekt haben, präsent und als erster Ansprechpartner im Gedächtnis zu bleiben. Diese langfristige Netzwerkpflege kann, wie der Ansatz, lokale Kontakte zu Partnern zu machen, zeigt, unerwartete Chancen eröffnen.

Umgang mit Absagen und Nicht-Antworten

Eine höfliche Absage ist ein Ergebnis, kein Misserfolg. Bedanken Sie sich für die klare Antwort und fragen Sie höflich, ob Sie in 6-12 Monaten noch einmal nachfragen dürfen. Fügen Sie den Kontakt einer „Nurturing-Liste“ für allgemeine Fachinhalte hinzu. Bei Nicht-Antworten beenden Sie die Sequenz nach 3-4 Versuchen mit einer freundlichen, entlastenden Nachricht („Ich nehme an, Sie sind aktuell sehr beschäftigt oder das Thema ist nicht prioritär…“). So hinterlassen Sie einen professionellen Eindruck und die Tür bleibt offen.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Kontaktversuche sind bei LinkedIn Outreach für eine GEO Agentur ideal?

Die Anzahl variiert je nach Zielgruppe. Eine Studie von Sales Insights Lab (2023) zeigt, dass eine Sequenz von 5-7 personalisierten Kontaktversuchen über 2-3 Wochen die beste Antwortrate erzielt. Wichtig ist die Mischung aus Connection-Request, Nachricht, Kommentar und InMail. Eine reine Massennachricht ohne Follow-up bringt für spezialisierte GEO Agenturen kaum Ergebnisse.

Welche KPIs sollte ich für mein LinkedIn Outreach Tracking messen?

Konzentrieren Sie sich auf qualitative KPIs neben der Quantität. Wichtige Metriken sind die Acceptance Rate Ihrer Connection-Requests (Ziel >30%), die Antwortrate auf Ihre erste Nachricht (Ziel >15%) und die Conversion Rate zu einem qualifizierten Gespräch (Ziel >5%). Laut LinkedIn Business (2024) ist die Lead-Qualität bei B2B-Outreach 40% höher als bei anderen Kanälen. Messen Sie auch die Zeit bis zur ersten Antwort.

Kann ich LinkedIn Outreach automatisieren und bleibt das persönlich?

Teilautomatisierung ist möglich, aber Personalisierung ist nicht verhandelbar. Tools helfen beim Timing und der Verwaltung von Sequenzen, aber jede Nachricht muss individuellen Bezug zum Profil des Empfängers haben. Vermeiden Sie reine Spam-Tools. Ein hybrider Ansatz – Vorlagen mit personalisierten Variablen wie Firmenname, Projekt oder Standort – schont Ressourcen und wirkt authentisch. Die menschliche Prüfung vor dem Absenden ist essenziell.

Wie finde ich die richtigen Entscheider für GEO-Projekte auf LinkedIn?

Nutzen Sie die erweiterten LinkedIn Search Filter gezielt. Filtern Sie nach Titel (z.B. „Head of Infrastructure“, „CFO“, „Project Manager“), Branche (Bau, Energie, Logistik), Standort und Unternehmensgröße. Suchen Sie nach Gruppen, in denen sich Ihre Zielgruppe aufhält. Ein Profil-Check vor der Kontaktaufnahme zeigt gemeinsame Connections oder erwähnte Projekte, die einen natürlichen Anknüpfungspunkt bieten. Das Targeting ist der wichtigste Erfolgsfaktor.

Was kostet es, wenn eine GEO Agentur kein strukturiertes Outreach betreibt?

Die Opportunitätskosten sind erheblich. Ohne aktive Akquise sind Sie von passiven Kanälen abhängig, die oft volatile Ergebnisse liefern. Ein fehlendes Outreach kann in einem wirtschaftlich angespannten Umfeld, wie in unseren Strategien für unsichere Zeiten beschrieben, existenzbedrohend sein. Sie verlieren nicht nur potenzielle Projekte, sondern auch Marktkenntnis und den direkten Draht zu Entscheidern, die Wettbewerber für sich gewinnen.

Welcher erste Schritt ist heute am einfachsten umzusetzen?

Öffnen Sie jetzt LinkedIn Sales Navigator und führen Sie eine gezielte Suche nach 10 idealen Kontakten durch. Notieren Sie bei jedem einen individuellen Anknüpfungspunkt: einen aktuellen Karriereschritt, ein geteiltes Artikel oder ein erkennbares Projekt. Verfassen Sie dann einen persönlichen Connection-Request für drei dieser Kontakte. Dieser 20-minütige Prozess ist der konkrete Start. Vermeiden Sie den Standard-Button „Connect“; nutzen Sie stattdessen „Connect“ mit der Option, eine Notiz hinzuzufügen.

Wie lange dauert es, bis LinkedIn Outreach für eine GEO Agentur Ergebnisse zeigt?

Erste qualitativ hochwertige Gespräche können innerhalb von 2-4 Wochen nach Start einer konsequenten Kampagne entstehen. Die volle Pipeline-Wirkung entfaltet sich jedoch nach 3-6 Monaten, da Beziehungsaufbau Zeit braucht. Entscheidend ist Kontinuität, nicht Geschwindigkeit. Ein typischer Fehler ist der Abbruch nach 4 Wochen. Planen Sie Outreach als dauerhafte Marketing-Säule ein, ähnlich wie Content-Marketing. Die langfristigen Beziehungen sind oft wertvoller als der erste Auftrag.

Sollte ich lokale Konkurrenten auf LinkedIn für Kooperationen ansprechen?

Absolut. Strategische Partnerschaften können neue Märkte erschließen. Ein gezieltes Outreach an spezialisierte Kollegen in anderen Regionen für ein gemeinsames Angebot ist ein starkes Wachstumshebel. Wie Sie Konkurrenten zu Partnern machen, erfordert eine andere Ansprache als die Kundenakquise. Heben Sie hier die gemeinsamen Interessen und den gegenseitigen Nutzen hervor, anstatt Ihr eigenes Leistungsspektrum in den Vordergrund zu stellen.


Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert